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Gravel-Bike kaufen

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Gravel-Bike für Damen und Herren kaufen – Darauf musst du beim Kauf achten

Du willst ein Gravel-Bike kaufen oder mehr zum Thema Gravel erfahren? Du fragst dich ob Gravel-Biken nur eine kurzweilige Modeerscheinung, oder schon eine etablierte Art des Radfahrens ist?

Viele Mythen ranken um das Thema Gravel, es gibt zahlreiche Events und Ausfahrten und jedes Jahr werden neue Gravel-Bikes auf den Markt gebracht. Damit nicht genug, denn technische Beschreibungen wie 650B oder Dropbar, sowie Fahrräder ähnlicher Kategorien wie Cross-Bikes sorgen dafür, dass man schnell den Überblick verliert. Oft wird der Begriff des Bikepackings in Zusammenhang mit Gravel gebraucht. Hier geben wir dir einen Überblick über das Thema und was du beim Kauf eines Gravel-Bikes beachten solltest.

Was ist ein Gravel-Bike?

Fangen wir mit den technischen Gegebenheiten an, die ein Fahrrad zu einem Gravel-Bike machen. Wirft man von weitem einen Blick auf ein Gravel-Bike sieht es einem Rennrad ganz schön ähnlich. Da sind der sportliche Rahmen, der Rennradlenker (oder auch Drop-Bar genannt) und das aufgeräumte Erscheinungsbild ohne Lichtanlage, Schutzbleche oder ähnliches.

Beim genaueren Hinsehen fällt aber auf, dass ein Gravel-Bike Scheibenbremsen und – für ein Rennrad – ziemlich dicke Reifen hat, zum Teil sogar mit grobstolligen Profil. Manche Bikes haben außerdem noch eine Einfach-Schaltung verbaut – also vorn keinen Umwerfer beziehungsweise nur ein Kettenblatt. Schraubbohrungen bzw. Gewindeösen an verschiedenen Stellen des Rahmens sorgen außerdem für die Möglichkeit Bikepacking-Taschen, Schutzbleche oder sogar eine Lichtanlage anbauen zu können.

Geht man einen Schritt weiter und nimmt auf einem Gravel-Bike Platz, dann fällt einem in den meisten Fällen auf, dass das Fahrrad eine ziemlich entspannte Sitzposition bietet. Damit lassen sich nicht nur gemütliche Feierabend-Runden drehen, sondern auch richtig lange Touren über einen oder gleich mehrere Tage.

Wie bereits erwähnt, passen in ein modernes Gravel-Bike breite Reifen. Wie breit genau diese sein können, ist von Hersteller zu Hersteller verschieden. Oftmals aber geht es bis 40 mm Reifenbreite oder sogar noch darüber hinaus. Einige Bikes bieten sogar die Möglichkeit 27,5 Zoll Laufräder einbauen zu können. Diese werden auch 650b genannt und bieten durch ihr höheres Volumen mehr Traktion und Komfort. Damit kannst du dann auf richtig unwegsamen Gelände fahren. Aber Achtung: nicht jedes Gravel-Bike kann diese Art von Laufrädern aufnehmen. Manche Modelle kommen schon ab Werk mit 650b Laufrädern, bei anderen passen ausschließlich die üblichen 28 Zoll beziehungsweise 700c-Räder.

Da es bei Gravel-Bikes nicht unbedingt auf das letzte Gramm an Gewicht ankommt, sind diese Fahrräder eher auf Langlebigkeit ausgelegt. Die verbauten Teile, der Rahmen und die Gabel sollen einiges abkönnen. Deswegen zeichnen sie sich durch eine robuste Bauweise aus. Zudem sind alle Modelle auch für Frauen geeignet. Spezielle Gravel-Bikes für Damen gibt es als solche nicht.

Die Summe der einzelnen Teile eines Gravel-Bikes ergibt also ein sportliches, aber vor allem auch komfortables Fahrrad, meistens mit Rennradlenker, viel Reifenfreiheit, Scheibenbremsen und der Möglichkeit die Bikepacking-Ausrüstung oder anderes Equipment daran zu befestigen.

Die Merkmale im Überblick:

  • moderat-sportliche bis entspannte Geometrie
  • meistens Rennradlenker
  • breite Reifen, teilweise mit Profil
  • Montagepunkte für verschiedene Anbauteile
  • robuste Komponenten
  • geeignet für Damen und Herren

Warum ein Gravel-Bike? Was sind die Vorteile?

Die Vorteile eines Gravel-Bikes sind genauso vielfältig wie die Bikes selber. Wenn man so will, vereinen Gravel-Bikes die Vorzüge aller Fahrrad-Kategorien

Zuerst einmal sind die Bikes wirklich flinke Räder, mit denen du super schnell von A nach B kommst. Viele benutzen Gravel-Bikes deshalb auch zum Pendeln als Commuter-Bike, denn da sind sie den Rennrädern sehr ähnlich. Der stabile Aufbau ist einfach wie dafür gemacht die Bikes jeden Tag bei Wind und Wetter zu benutzen und damit rasch bei der Arbeit zu sein.

Aber nicht nur auf dem Weg zur Arbeit bieten sich Gravel-Bikes an, sondern auch um lange Radtouren zu unternehmen. Die entspannte Geometrie in Verbindung mit dem sportlichen Fahrgefühl machen Gravel-Bikes dafür ideal. 

Das Beste ist natürlich, dass du dir bei Wahl deiner Route keine Gedanken machen musst, ob der Untergrund auch mal etwas ruppiger ist. Dir stehen alle Wege offen! Das ist vermutlich der allergrößte Vorteil eines Gravel-Bikes: Die breiten Reifen machen auch Offroad-Einsätze auf moderaten Mountainbike-Trails möglich. Damit sind neben Wirtschafts- und Waldwegen auch typische Schotterpisten kein Problem mehr. Im Wechsel der Untergründe liegt also genau der Reiz der Gravel-Bikes.

Mit dem Rennrad ist man zwar richtig schnell unterwegs, durch die dünnen Reifen sind raue Untergründe allerdings tabu. Mit einem Gravel-Bike hingegen sind so gut wie alle möglichen Strecken befahrbar. 

Gravel-Bikes sind aber nicht nur was den Untergrund angeht universell einsetzbare Alleskönner. Auch in Sachen Ausstattungsmöglichkeiten und Anbau-Optionen können fast alle Modelle mit sehr großer Vielfältigkeit punkten. Je nach Hersteller und Modell bieten die modernen Fahrräder aus 2020 die Möglichkeit so gut wie alles anbauen zu können. Für die dunkle Jahreszeit hättest du gern eine fest installierte Lichtanlage? Kein Problem. Du willst auf ein langes Bikepacking Abenteuer gehen und suchst Gewindeösen um das Equipment fest anzubauen? Gibt es. Im Herbst und Winter willst du Schutzbleche anbauen? Auch das geht einwandfrei.

Die Vorteile im Überblick:

  • universell einsetzbar 
  • größere Planungsfreiheit bei Touren da jeglicher Untergrund befahren werden kann
  • bieten ausreichend Komfort
  • sind robust und langlebig
  • gelände- beziehungsweise offroad tauglich

Gravel-Bike und Cyclocrosser, ist das nicht das gleiche?

Bei den genannten Eigenschaften und Ausstattungen kann man sich fragen: Und wo genau ist der Unterschied zu Cyclocross-Bikes? Ist das nicht auch ein Rennrad für den Offroad Einsatz? Ja, Crosser oder Cyclocross-Bikes sind Gravel-Bikes in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich, aber in einigen Aspekten unterscheiden sie sich eben auch sehr. Die zwei hauptsächlichen Unterschiede liegen in der Reifenfreiheit und in der Geometrie. Gravel-Bikes können in den meisten Fällen viel breitere Reifen aufnehmen, weil ihr Rahmen genau dafür konzipiert wurde. 

Daneben unterscheidet sich die Geometrie, welche für die Sitzposition maßgeblich verantwortlich ist. Gravel-Bikes sind vor allem auf Komfort und lange Strecken ausgelegt. Cyclocross-Bikes hingegen sind für Rennen konzipiert, die in der Regel maximal eine Stunde dauern. Daher ist die Geometrie dort wesentlich sportlicher ausgerichtet und die Sitzposition nicht so komfortabel.

Wie fährt sich ein Gravel-Bike?

Obwohl es sich, wie bereits erwähnt, sportlich aber dennoch sehr komfortabel fährt, hängen die allgemeinen Fahreigenschaften sehr vom jeweiligen Modell ab. Nicht nur die Rahmengeometrien unterscheiden sich, sondern auch die Materialien aus denen die Bikes gefertigt sind. Neben Aluminium und Carbon bestehen einige Gravel-Bikes auch aus Stahl. Das Rahmenmaterial hat natürlich einen wesentlichen Einfluss darauf, wie sich ein Fahrrad beim Fahren anfühlt. Gravel-Bikes aus Stahl sind meistens etwas schwerer, verfügen aber über eine höhere Eigendämpfung. Bikes aus Aluminium sind oft leichter als Stahl-Bikes. Der Spitzenreiter in Sachen Gewicht bleibt aber der Carbonrahmen. Diese sind zwar extrem leicht, dafür aber auch deutlich teurer.

Die konkrete Reifenbreite und -größe spielt beim Fahrgefühl natürlich ebenso eine wichtige Rolle. Je mehr Volumen die verbauten Reifen haben, umso entspannter fährt es sich. Allerdings wird das gesamte Fahrverhalten mit zunehmender Reifenbreite und -größe auch weniger agil. Dementsprechend ist dieses Maß ein weiterer individueller Faktor, wenn es um das Fahrgefühl eines Gravel-Bikes geht.

Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass Gravel-Bikes ein entspanntes Fahrgefühl bieten. Außerdem können diese Fahrräder mit Komfort und Laufruhe punkten. 

Das Fahrverhalten im Überblick:

  • komfortabel
  • laufruhig
  • sportlich
  • dynamisch

Für wen eignet sich ein Gravel-Bike?

Ein Gravel-Bike ist ein sehr vielseitiges und fast universell-einsetzbares Fahrrad. Für wen aber eignet sich so ein Gravel-Bike genau? Die Antwort darauf ist ziemlich simpel: für fast jeden. Ein Gravel-Fahrrad kann nämlich wirklich fast alle Bereiche des Radfahrens abdecken. Mit dünneren Reifen – z. B. 28 mm – ist es eher ein schnelles Rennrad, mit 650b Laufrädern und 47 mm breiten Reifen hingegen fast schon ein Mountainbike.

Gravel-Biker sind grundsätzlich sehr vielschichtig. Es gibt Gravel-Biker die am liebsten gemütlich durch die Gegend fahren und an jedem Café und Biergarten anhalten. Andere hingegen lieben die Herausforderung und stürzen sich mit ihrem Bike in die verrücktesten Abenteuer und Langstreckenfahrten bis zu 400 Kilometer und mehr mit wechselnden Untergründen. 

Was alle Gravel-Biker aber sicherlich eint, ist die Liebe zur Natur und der Wunsch ein robustes, sowie beständiges, qualitativ hochwertiges Fahrrad zu fahren. Ihnen geht es nicht unbedingt darum neue Bestzeiten bei Rennen aufzustellen, sondern eher darum etwas in der Natur zu erleben.

Ein Gravel-Bike eignet sich also für alle die gern draußen unterwegs sind und das ganze Jahr über auf unterschiedlichen Untergründen fahrradfahren wollen. Durch die Möglichkeit verschiedene Anbauteile, wie Schutzbleche oder eine Lichtanlage zu ergänzen, kann man Gravel-Bikes 365 Tage im Jahr nutzen. 

Die Einsatzbereiche im Überblick:

  • ganzjähriges Fahrradfahren
  • Pendeln
  • wechselnde Untergründe
  • Mehrtagestouren
  • Bike-Packing

Wieviel kostet ein Gravel-Bike?

Es ist wie bei allen anderen Dingen auch: nach oben gibt es fast keine Grenze. Die untere Grenze bildet ungefähr die 600 Euro-Marke. Generell lassen sich Gravel-Bikes im Bezug auf den Preis auf die Einstiegs- Mittel- und Oberklasse einteilen. 

In der Einstiegsklasse bis ungefähr 1.200,- Euro gibt es eine stabile Grundlage in die Gravel-Welt. Die Rahmen sind meistens aus Aluminium oder Stahl gefertigt. Die Scheibenbremsen sind oftmals mechanisch und die Gangschaltungen einfach gehalten. Das Gesamtgewicht der Einsteiger-Gravel-Bikes liegt in den meisten Fällen über der zehn Kilogramm Marke.

In der nächsten Preiskategorie gibt es für bis zu 2.000,- Euro dann schon bessere Schaltungen und zumeist hydraulische Scheibenbremsen. Die Rahmenmaterialien können ebenfalls aus Aluminum und Stahl sein, werden dann aber oft aus besseren Legierungen gefertigt. Die zehn Kilogramm-Grenze knacken Mittelklasse-Gravel-Bikes meistens.

Absolute Highend Gravel-Bikes sind meistens aus Carbon gefertigt und ihre Ausstattungselemente spielen in allen Bereichen in der ersten Liga. Das betrifft sowohl die Schaltung- und Bremsanlage, Laufräder wie auch alle sonstigen Anbauteile. In der Regel kosten solche Gravel-Bikes ab etwa 2.200,- Euro aufwärts und wiegen unter neun Kilogramm.

In allen Preisklassen bekommst du Gravel-Bikes auf die Verlass ist und denen du auf deinen Wegen vertrauen kannst. Mit Qualität und Langlebigkeit können also in der Regel alle Gravel-Bikes punkten – auch wenn sich die Preisunterschiede natürlich auf die Performance und das Fahrverhalten auswirken.

Die Kosten im Überblick:

  • Einsteiger-Varianten ab 600,- bis etwa 1.200,- Euro
  • Mittelklasse Gravel-Bikes gehen bis ungefähr 2.000,- Euro
  • Highend Gravel-Bikes beginnen ab circa 2.200 Euro 

Worauf musst du beim Kauf eines Gravel-Bikes achten?

Nun heißt es also Gravel-Bikes for Sale, aber auf was gilt es beim Kauf zu achten? Da es keine speziellen Gravel-Bikes für Damen gibt, muss hinsichtlich des Geschlechts schon mal nicht separiert werden. Die Frage, die du dir beim Kauf stellen musst, ist vor allem nach dem konkreten Einsatzgebiet und nach der Häufigkeit deiner Fahrten.

Wenn es dich mit deinem neuen Gravel-Bike vor allem auf richtig harte Schotterpisten oder sogar flowige Trails zieht, dann solltest du lieber auf ein Modell setzen, welches 650b Laufräder aufnehmen kann und eine solide Ausstattung bietet. Bist du aber vor allem auf moderaten Waldwegen und Asphalt unterwegs, dann reichen die 700c Räder mit etwa 35 mm Reifenbreite aus. 

Bei der Geometrie ist es ganz ähnlich. Wenn du eher schnell und nicht so lange unterwegs sein möchtest, dann sollte ein sportliches Gravel-Bike am besten zu dir passen. Strebst du aber an (sehr) lange Touren und Bikepacking-Abenteuer zu bestreiten, ist ein eher moderates Gravel-Bike besser für dich geeignet.

Aber nicht nur die Länge deiner Fahrten ist bei der Auswahl entscheidend, auch wie oft du überhaupt auf dem Fahrrad sitzen möchtest. Wenn du dein neues Gravel-Bike nur einmal in der Woche für eine kurze Spritztour nutzen möchtest, reicht sicherlich ein Bike aus der Einsteiger-Kategorie bis 1.200,- Euro aus. Planst du aber regelmäßige Ausfahrten und sogar richtiges Training, dann lohnt es sich das Budget auf mindestens 2.000,- Euro zu erhöhen.

Wichtige Kriterien im Überblick:

  • Wie oft willst du mit deinem Gravel-Bike fahren?
  • Wie lange sollen die Touren dauern?
  • Wie rau sind die Untergründe?
  • Hast du Präferenzen, was das Rahmenmaterial angeht?

Fazit zum Thema Gravel

Wenn wir nun alle Informationen zusammenfassen, dann ist ein Gravel-Bike also für den Einsatz auf wechselnden Untergründen gemacht. Es  lassen sich sehr gut lange Touren fahren. Durch die vielen Anbaumöglichkeiten kann es auch zum Pendeln und Bikepacking genutzt werden. Gravel-Bikes sind robust sowie langlebig und richten sich an Fahrer, die gern zügig unterwegs sind.

Eines können wir dir zum Abschluss noch sagen: Wir lieben Gravel-Bikes und raten dir es unbedingt mal selber auszuprobieren. Aber Vorsicht: Die neue Freiheit, auf allen Wegen fahren und Spaß haben zu können, hat einen riesen Suchtfaktor.

In unserer Kategorie Gravel-Bikes findest du eine große Auswahl an verschiedenen Fahrrädern der Hersteller Rondo, Orbea, Fuji, Bombtrack, Cinelli, Giant, Aventon, Octane One, Breezer, NS Bikes, Creme Cycles und Genesis

Du willst ein Gravel-Bike kaufen oder mehr zum Thema Gravel erfahren? Du fragst dich ob Gravel-Biken nur eine kurzweilige Modeerscheinung, oder schon eine etablierte Art des Radfahrens ist?... mehr erfahren »
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Gravel-Bike für Damen und Herren kaufen – Darauf musst du beim Kauf achten

Du willst ein Gravel-Bike kaufen oder mehr zum Thema Gravel erfahren? Du fragst dich ob Gravel-Biken nur eine kurzweilige Modeerscheinung, oder schon eine etablierte Art des Radfahrens ist?

Viele Mythen ranken um das Thema Gravel, es gibt zahlreiche Events und Ausfahrten und jedes Jahr werden neue Gravel-Bikes auf den Markt gebracht. Damit nicht genug, denn technische Beschreibungen wie 650B oder Dropbar, sowie Fahrräder ähnlicher Kategorien wie Cross-Bikes sorgen dafür, dass man schnell den Überblick verliert. Oft wird der Begriff des Bikepackings in Zusammenhang mit Gravel gebraucht. Hier geben wir dir einen Überblick über das Thema und was du beim Kauf eines Gravel-Bikes beachten solltest.

Was ist ein Gravel-Bike?

Fangen wir mit den technischen Gegebenheiten an, die ein Fahrrad zu einem Gravel-Bike machen. Wirft man von weitem einen Blick auf ein Gravel-Bike sieht es einem Rennrad ganz schön ähnlich. Da sind der sportliche Rahmen, der Rennradlenker (oder auch Drop-Bar genannt) und das aufgeräumte Erscheinungsbild ohne Lichtanlage, Schutzbleche oder ähnliches.

Beim genaueren Hinsehen fällt aber auf, dass ein Gravel-Bike Scheibenbremsen und – für ein Rennrad – ziemlich dicke Reifen hat, zum Teil sogar mit grobstolligen Profil. Manche Bikes haben außerdem noch eine Einfach-Schaltung verbaut – also vorn keinen Umwerfer beziehungsweise nur ein Kettenblatt. Schraubbohrungen bzw. Gewindeösen an verschiedenen Stellen des Rahmens sorgen außerdem für die Möglichkeit Bikepacking-Taschen, Schutzbleche oder sogar eine Lichtanlage anbauen zu können.

Geht man einen Schritt weiter und nimmt auf einem Gravel-Bike Platz, dann fällt einem in den meisten Fällen auf, dass das Fahrrad eine ziemlich entspannte Sitzposition bietet. Damit lassen sich nicht nur gemütliche Feierabend-Runden drehen, sondern auch richtig lange Touren über einen oder gleich mehrere Tage.

Wie bereits erwähnt, passen in ein modernes Gravel-Bike breite Reifen. Wie breit genau diese sein können, ist von Hersteller zu Hersteller verschieden. Oftmals aber geht es bis 40 mm Reifenbreite oder sogar noch darüber hinaus. Einige Bikes bieten sogar die Möglichkeit 27,5 Zoll Laufräder einbauen zu können. Diese werden auch 650b genannt und bieten durch ihr höheres Volumen mehr Traktion und Komfort. Damit kannst du dann auf richtig unwegsamen Gelände fahren. Aber Achtung: nicht jedes Gravel-Bike kann diese Art von Laufrädern aufnehmen. Manche Modelle kommen schon ab Werk mit 650b Laufrädern, bei anderen passen ausschließlich die üblichen 28 Zoll beziehungsweise 700c-Räder.

Da es bei Gravel-Bikes nicht unbedingt auf das letzte Gramm an Gewicht ankommt, sind diese Fahrräder eher auf Langlebigkeit ausgelegt. Die verbauten Teile, der Rahmen und die Gabel sollen einiges abkönnen. Deswegen zeichnen sie sich durch eine robuste Bauweise aus. Zudem sind alle Modelle auch für Frauen geeignet. Spezielle Gravel-Bikes für Damen gibt es als solche nicht.

Die Summe der einzelnen Teile eines Gravel-Bikes ergibt also ein sportliches, aber vor allem auch komfortables Fahrrad, meistens mit Rennradlenker, viel Reifenfreiheit, Scheibenbremsen und der Möglichkeit die Bikepacking-Ausrüstung oder anderes Equipment daran zu befestigen.

Die Merkmale im Überblick:

  • moderat-sportliche bis entspannte Geometrie
  • meistens Rennradlenker
  • breite Reifen, teilweise mit Profil
  • Montagepunkte für verschiedene Anbauteile
  • robuste Komponenten
  • geeignet für Damen und Herren

Warum ein Gravel-Bike? Was sind die Vorteile?

Die Vorteile eines Gravel-Bikes sind genauso vielfältig wie die Bikes selber. Wenn man so will, vereinen Gravel-Bikes die Vorzüge aller Fahrrad-Kategorien

Zuerst einmal sind die Bikes wirklich flinke Räder, mit denen du super schnell von A nach B kommst. Viele benutzen Gravel-Bikes deshalb auch zum Pendeln als Commuter-Bike, denn da sind sie den Rennrädern sehr ähnlich. Der stabile Aufbau ist einfach wie dafür gemacht die Bikes jeden Tag bei Wind und Wetter zu benutzen und damit rasch bei der Arbeit zu sein.

Aber nicht nur auf dem Weg zur Arbeit bieten sich Gravel-Bikes an, sondern auch um lange Radtouren zu unternehmen. Die entspannte Geometrie in Verbindung mit dem sportlichen Fahrgefühl machen Gravel-Bikes dafür ideal. 

Das Beste ist natürlich, dass du dir bei Wahl deiner Route keine Gedanken machen musst, ob der Untergrund auch mal etwas ruppiger ist. Dir stehen alle Wege offen! Das ist vermutlich der allergrößte Vorteil eines Gravel-Bikes: Die breiten Reifen machen auch Offroad-Einsätze auf moderaten Mountainbike-Trails möglich. Damit sind neben Wirtschafts- und Waldwegen auch typische Schotterpisten kein Problem mehr. Im Wechsel der Untergründe liegt also genau der Reiz der Gravel-Bikes.

Mit dem Rennrad ist man zwar richtig schnell unterwegs, durch die dünnen Reifen sind raue Untergründe allerdings tabu. Mit einem Gravel-Bike hingegen sind so gut wie alle möglichen Strecken befahrbar. 

Gravel-Bikes sind aber nicht nur was den Untergrund angeht universell einsetzbare Alleskönner. Auch in Sachen Ausstattungsmöglichkeiten und Anbau-Optionen können fast alle Modelle mit sehr großer Vielfältigkeit punkten. Je nach Hersteller und Modell bieten die modernen Fahrräder aus 2020 die Möglichkeit so gut wie alles anbauen zu können. Für die dunkle Jahreszeit hättest du gern eine fest installierte Lichtanlage? Kein Problem. Du willst auf ein langes Bikepacking Abenteuer gehen und suchst Gewindeösen um das Equipment fest anzubauen? Gibt es. Im Herbst und Winter willst du Schutzbleche anbauen? Auch das geht einwandfrei.

Die Vorteile im Überblick:

  • universell einsetzbar 
  • größere Planungsfreiheit bei Touren da jeglicher Untergrund befahren werden kann
  • bieten ausreichend Komfort
  • sind robust und langlebig
  • gelände- beziehungsweise offroad tauglich

Gravel-Bike und Cyclocrosser, ist das nicht das gleiche?

Bei den genannten Eigenschaften und Ausstattungen kann man sich fragen: Und wo genau ist der Unterschied zu Cyclocross-Bikes? Ist das nicht auch ein Rennrad für den Offroad Einsatz? Ja, Crosser oder Cyclocross-Bikes sind Gravel-Bikes in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich, aber in einigen Aspekten unterscheiden sie sich eben auch sehr. Die zwei hauptsächlichen Unterschiede liegen in der Reifenfreiheit und in der Geometrie. Gravel-Bikes können in den meisten Fällen viel breitere Reifen aufnehmen, weil ihr Rahmen genau dafür konzipiert wurde. 

Daneben unterscheidet sich die Geometrie, welche für die Sitzposition maßgeblich verantwortlich ist. Gravel-Bikes sind vor allem auf Komfort und lange Strecken ausgelegt. Cyclocross-Bikes hingegen sind für Rennen konzipiert, die in der Regel maximal eine Stunde dauern. Daher ist die Geometrie dort wesentlich sportlicher ausgerichtet und die Sitzposition nicht so komfortabel.

Wie fährt sich ein Gravel-Bike?

Obwohl es sich, wie bereits erwähnt, sportlich aber dennoch sehr komfortabel fährt, hängen die allgemeinen Fahreigenschaften sehr vom jeweiligen Modell ab. Nicht nur die Rahmengeometrien unterscheiden sich, sondern auch die Materialien aus denen die Bikes gefertigt sind. Neben Aluminium und Carbon bestehen einige Gravel-Bikes auch aus Stahl. Das Rahmenmaterial hat natürlich einen wesentlichen Einfluss darauf, wie sich ein Fahrrad beim Fahren anfühlt. Gravel-Bikes aus Stahl sind meistens etwas schwerer, verfügen aber über eine höhere Eigendämpfung. Bikes aus Aluminium sind oft leichter als Stahl-Bikes. Der Spitzenreiter in Sachen Gewicht bleibt aber der Carbonrahmen. Diese sind zwar extrem leicht, dafür aber auch deutlich teurer.

Die konkrete Reifenbreite und -größe spielt beim Fahrgefühl natürlich ebenso eine wichtige Rolle. Je mehr Volumen die verbauten Reifen haben, umso entspannter fährt es sich. Allerdings wird das gesamte Fahrverhalten mit zunehmender Reifenbreite und -größe auch weniger agil. Dementsprechend ist dieses Maß ein weiterer individueller Faktor, wenn es um das Fahrgefühl eines Gravel-Bikes geht.

Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass Gravel-Bikes ein entspanntes Fahrgefühl bieten. Außerdem können diese Fahrräder mit Komfort und Laufruhe punkten. 

Das Fahrverhalten im Überblick:

  • komfortabel
  • laufruhig
  • sportlich
  • dynamisch

Für wen eignet sich ein Gravel-Bike?

Ein Gravel-Bike ist ein sehr vielseitiges und fast universell-einsetzbares Fahrrad. Für wen aber eignet sich so ein Gravel-Bike genau? Die Antwort darauf ist ziemlich simpel: für fast jeden. Ein Gravel-Fahrrad kann nämlich wirklich fast alle Bereiche des Radfahrens abdecken. Mit dünneren Reifen – z. B. 28 mm – ist es eher ein schnelles Rennrad, mit 650b Laufrädern und 47 mm breiten Reifen hingegen fast schon ein Mountainbike.

Gravel-Biker sind grundsätzlich sehr vielschichtig. Es gibt Gravel-Biker die am liebsten gemütlich durch die Gegend fahren und an jedem Café und Biergarten anhalten. Andere hingegen lieben die Herausforderung und stürzen sich mit ihrem Bike in die verrücktesten Abenteuer und Langstreckenfahrten bis zu 400 Kilometer und mehr mit wechselnden Untergründen. 

Was alle Gravel-Biker aber sicherlich eint, ist die Liebe zur Natur und der Wunsch ein robustes, sowie beständiges, qualitativ hochwertiges Fahrrad zu fahren. Ihnen geht es nicht unbedingt darum neue Bestzeiten bei Rennen aufzustellen, sondern eher darum etwas in der Natur zu erleben.

Ein Gravel-Bike eignet sich also für alle die gern draußen unterwegs sind und das ganze Jahr über auf unterschiedlichen Untergründen fahrradfahren wollen. Durch die Möglichkeit verschiedene Anbauteile, wie Schutzbleche oder eine Lichtanlage zu ergänzen, kann man Gravel-Bikes 365 Tage im Jahr nutzen. 

Die Einsatzbereiche im Überblick:

  • ganzjähriges Fahrradfahren
  • Pendeln
  • wechselnde Untergründe
  • Mehrtagestouren
  • Bike-Packing

Wieviel kostet ein Gravel-Bike?

Es ist wie bei allen anderen Dingen auch: nach oben gibt es fast keine Grenze. Die untere Grenze bildet ungefähr die 600 Euro-Marke. Generell lassen sich Gravel-Bikes im Bezug auf den Preis auf die Einstiegs- Mittel- und Oberklasse einteilen. 

In der Einstiegsklasse bis ungefähr 1.200,- Euro gibt es eine stabile Grundlage in die Gravel-Welt. Die Rahmen sind meistens aus Aluminium oder Stahl gefertigt. Die Scheibenbremsen sind oftmals mechanisch und die Gangschaltungen einfach gehalten. Das Gesamtgewicht der Einsteiger-Gravel-Bikes liegt in den meisten Fällen über der zehn Kilogramm Marke.

In der nächsten Preiskategorie gibt es für bis zu 2.000,- Euro dann schon bessere Schaltungen und zumeist hydraulische Scheibenbremsen. Die Rahmenmaterialien können ebenfalls aus Aluminum und Stahl sein, werden dann aber oft aus besseren Legierungen gefertigt. Die zehn Kilogramm-Grenze knacken Mittelklasse-Gravel-Bikes meistens.

Absolute Highend Gravel-Bikes sind meistens aus Carbon gefertigt und ihre Ausstattungselemente spielen in allen Bereichen in der ersten Liga. Das betrifft sowohl die Schaltung- und Bremsanlage, Laufräder wie auch alle sonstigen Anbauteile. In der Regel kosten solche Gravel-Bikes ab etwa 2.200,- Euro aufwärts und wiegen unter neun Kilogramm.

In allen Preisklassen bekommst du Gravel-Bikes auf die Verlass ist und denen du auf deinen Wegen vertrauen kannst. Mit Qualität und Langlebigkeit können also in der Regel alle Gravel-Bikes punkten – auch wenn sich die Preisunterschiede natürlich auf die Performance und das Fahrverhalten auswirken.

Die Kosten im Überblick:

  • Einsteiger-Varianten ab 600,- bis etwa 1.200,- Euro
  • Mittelklasse Gravel-Bikes gehen bis ungefähr 2.000,- Euro
  • Highend Gravel-Bikes beginnen ab circa 2.200 Euro 

Worauf musst du beim Kauf eines Gravel-Bikes achten?

Nun heißt es also Gravel-Bikes for Sale, aber auf was gilt es beim Kauf zu achten? Da es keine speziellen Gravel-Bikes für Damen gibt, muss hinsichtlich des Geschlechts schon mal nicht separiert werden. Die Frage, die du dir beim Kauf stellen musst, ist vor allem nach dem konkreten Einsatzgebiet und nach der Häufigkeit deiner Fahrten.

Wenn es dich mit deinem neuen Gravel-Bike vor allem auf richtig harte Schotterpisten oder sogar flowige Trails zieht, dann solltest du lieber auf ein Modell setzen, welches 650b Laufräder aufnehmen kann und eine solide Ausstattung bietet. Bist du aber vor allem auf moderaten Waldwegen und Asphalt unterwegs, dann reichen die 700c Räder mit etwa 35 mm Reifenbreite aus. 

Bei der Geometrie ist es ganz ähnlich. Wenn du eher schnell und nicht so lange unterwegs sein möchtest, dann sollte ein sportliches Gravel-Bike am besten zu dir passen. Strebst du aber an (sehr) lange Touren und Bikepacking-Abenteuer zu bestreiten, ist ein eher moderates Gravel-Bike besser für dich geeignet.

Aber nicht nur die Länge deiner Fahrten ist bei der Auswahl entscheidend, auch wie oft du überhaupt auf dem Fahrrad sitzen möchtest. Wenn du dein neues Gravel-Bike nur einmal in der Woche für eine kurze Spritztour nutzen möchtest, reicht sicherlich ein Bike aus der Einsteiger-Kategorie bis 1.200,- Euro aus. Planst du aber regelmäßige Ausfahrten und sogar richtiges Training, dann lohnt es sich das Budget auf mindestens 2.000,- Euro zu erhöhen.

Wichtige Kriterien im Überblick:

  • Wie oft willst du mit deinem Gravel-Bike fahren?
  • Wie lange sollen die Touren dauern?
  • Wie rau sind die Untergründe?
  • Hast du Präferenzen, was das Rahmenmaterial angeht?

Fazit zum Thema Gravel

Wenn wir nun alle Informationen zusammenfassen, dann ist ein Gravel-Bike also für den Einsatz auf wechselnden Untergründen gemacht. Es  lassen sich sehr gut lange Touren fahren. Durch die vielen Anbaumöglichkeiten kann es auch zum Pendeln und Bikepacking genutzt werden. Gravel-Bikes sind robust sowie langlebig und richten sich an Fahrer, die gern zügig unterwegs sind.

Eines können wir dir zum Abschluss noch sagen: Wir lieben Gravel-Bikes und raten dir es unbedingt mal selber auszuprobieren. Aber Vorsicht: Die neue Freiheit, auf allen Wegen fahren und Spaß haben zu können, hat einen riesen Suchtfaktor.

In unserer Kategorie Gravel-Bikes findest du eine große Auswahl an verschiedenen Fahrrädern der Hersteller Rondo, Orbea, Fuji, Bombtrack, Cinelli, Giant, Aventon, Octane One, Breezer, NS Bikes, Creme Cycles und Genesis