Im Test: der Adidas Five Ten Freerider Pro Primeblue aus Meeresplastik

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Das Thema Nachhaltigkeit macht glücklicherweise auch vor dem Zweiradsektor keinen Halt und so hat Adidas Five Ten seinem Freerider Pro MTB Schuh ein nennenswertes Update verpasst. Der Freeride Schuh ist nämlich aus funktionalem Recyclingmaterial hergestellt, welches zum Teil aus Parley Ocean Plastic besteht. Dabei handelt es sich um recycelte Plastikabfälle, die abgefangen wurden, bevor sie ins Meer gelangen konnten. Eine Herangehensweise die absolut unterstützenswert ist. Aber kann der Adidas Five Ten Freerider Pro aus dem neuen Material auch auf dem Fahrrad so überzeugen, wie wir es von einem der beliebtesten Freeride Schuhe gewohnt sind? Wir haben es für dich herausgefunden – viel Spaß mit unserem ausführlichen Test.

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Adidas Five Ten stellt unmissverständlich klar, aus welchem Material der neue Freerider Pro Primeblue hergestellt ist – wir finden das super!

Allgemeine Infos zum Freerider Pro Primeblue

Mit dem neuen Freerider Pro Primeblue springt auch Adidas Five Ten auf den Zug der Nachhaltigkeit auf und möchte seinen Beitrag zu diesem Thema leisten. So besteht das neue Primeblue Modell auf einem funktionalen Recyclingmaterial, welches aus Plastikabfällen hergestellt wird. Wie für Adidas Five Ten üblich wurde bei der Materialwahl großen Wert auf die Funktionalität gelegt und so besteht der neue Freerider Pro aus einem schnell trocknendem Synthetik Obermaterial. Optisch überzeugt die etwas gröbere Struktur und lehnt sich eher an den Style eines klassischen Sneakers an. Insgesamt ist der Freerider Pro allerdings nicht komplett neu aufgelegt worden, denn die restlichen Features des Flatpedal Schuhs gleichen denen des klassischen Modells. Die beliebte Stealth S1 Schuhsohle soll für unvergleichbaren Grip auf Flatpedals sorgen, wohingegen die vorgeformte EVA Zwischensohle die notwendige Stabilität mit sich bringt. Für den Komfort sorgt im Inneren des Schuhs die OrthoLite Einlegesohle, auf der Adidas Five Ten nochmal unmissverständlich klargestellt, woraus das Schuhmaterial besteht. 

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Der Zehenbereich ist mit Urethan verstärkt und sorgt so für einen zusätzlichen Schutz der Zehen.

Der Zehenbereich des Freerider Pro Primeblue ist mit Urethan gedämpft und sorgt so für eine zusätzliche Sicherheit bei einem Sturz oder Kontakt mit Wurzeln und Steinen. Ein modernes Schnürsystem oder Klettverschlüsse sucht man beim Freerider Pro Primeblue vergeblich, denn klassische Schnürsenkel sorgen für einen festen Sitz des Schuhs.

Der Freerider Pro Primeblue richtet sich vor allem an alle Enduro- und All-Mountain Fahrer, die einen komfortablen und dennoch hoch funktionalen MTB Schuh für den Einsatz auf Flatpedals suchen.

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Klar zu erkennen: Five Ten gehört zu Adidas

Der Schnitt des neuen Five Ten Modells ist normal und weder zu eng noch zu weit. Bei der Übernahme von Five Ten durch Adidas wurde die Größeneinteilung minimal angepasst, so dass du unbedingt einen Blick auf die Größentabelle der einzelnen Schuhe werfen solltest.

Der Freerider Pro Primeblue im Test

Als der neue Schuh, bestehend aus Meeresplastik, angekündigt wurde waren wir sehr gespannt – kann ein Mountainbikeschuh aus recyceltem Plastikmüll wirklich auch auf dem Pedal überzeugen? Wir wollten uns selbst ein Bild machen und haben den Schuh mehrere Wochen täglich getestet. Dabei sind wir sowohl auf unseren Enduro-Hometrails, als auch auf großen E-MTB-Runden unterwegs gewesen, um einen möglichst breit gefächerten Eindruck zu generieren.

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Die etwas gröbere Struktur des synthetischen Obermaterials ist gut erkennbar.

Das Obermaterial des Schuhs besteht aus einem synthetischen Recyclingmaterial und weist eine etwas gröbere Struktur auf. Das sieht nicht nur gut aus, sondern besitzt auch eine hohe Funktionalität. Regentropfen perlen an dem Material ab, so dass die Füße bei moderatem Regen trocken geblieben sind. Bei Starkregen und vielen Pfützen waren die Füße irgendwann feucht, was allerdings eher daran lag, dass die Schuhe im Knöchelbereich nicht hochgezogen sind und über den Schnürsenkeln keine Lasche vorhanden ist, die eindringendes Wasser ableitet. Insgesamt waren wir mit der Wasserdichtigkeit aber absolut zufrieden. Für den Einsatz vom Frühjahr bis zum Herbst eignet sich der Freerider Pro Primeblue also absolut. Besonders positiv ist auch, dass das synthetische Obermaterial tatsächlich sehr schnell trocknet, was zum Beispiel für einen mehrtägigen Bike-Urlaub ein großer Pluspunkt ist. 

Die gröbere Materialstruktur sorgt allerdings dafür, dass Schmutz besser am Schuh haften kann. Die anschließende Reinigung nach dem Fahren ist also etwas aufwendiger, als bei einem Schuh mit extrem glatten Material.

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Der unangefochtene Sieger in Sachen Grip auf Flatpedals – die Adidas Five Ten Stealth S1 Sohle

Ein besonderes Highlight ist und bleibt die Schuhsohle von Adidas Five Ten. Das Primeblue Modell ist mit der beliebten Stealth S1 Sohle ausgestattet, die auf dem Flatpedal für einen unvergleichbaren Grip sorgt. Dabei spielt es keine Rolle ob es trocken oder nass ist, denn solange das Pedal über halbwegs gescheite Pedal Pins verfügt, beißt sich die weiche Five Ten Sohle daran fest und man kann sich völlig auf die Abfahrt konzentrieren. Man spürt jederzeit den vollen Kontakt zum Pedal und dem Fahrrad und kann so deutlich mehr auf den Punkt fahren und seine Linienwahl verfolgen, da man nicht damit beschäftigt ist den Fuß wieder richtig auf dem Pedal auszurichten.

Aber auch in Sachen Langlebigkeit kann die S1 Stealth Sohle überzeugen und weist nach rund drei Wochen im Dauereinsatz kaum Gebrauchsspuren auf. Allgemein sind Adidas Five Ten Schuhe für ihre typisch lange Haltbarkeit bekannt, da macht auch der Freerider Pro Primeblue keine Ausnahme. Die Materialwahl ist hochwertig und alle Klebeverbindungen und Nähte sauber verarbeitet – man bekommt zweifelsohne eine hochwertiges Produkt mit dem Freerider Pro Primeblue.

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Das beliebte Design der Adidas Five Ten Stealth S1 Schuhsohle ist unverkennbar.

Neben einem herausragenden Grip muss ein Mountainbike Schuh für den Einsatz auf Flatpedals auch besonders komfortabel sein. Dafür setzt Adidas Five Ten auf zwei Komponenten. Zum einen verfügt der Schuh über eine vorgeformte EVA Zwischensohle, die dem Schuh eine ausreichende Stabilität und Formfestigkeit verleiht. Hinzu kommt eine OrthoLite Einlegesohle, die sich optimal an den Fuß anpasst. Das Tragegefühl des Primeblue Modells ist wirklich klasse und auch beim Fahren sehr angenehm. Auch nach mehreren Stunden auf den Pedalen stellt sich kein ermüdendes Gefühl der Füße ein und man kann weiterhin kraftvoll in die Pedale treten.

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Der mit Urethan verstärkte Zehenbereich soll vor Verletzungen schützen.

Auch im Zehenbereich hat Five Ten für einen zusätzlichen Komfort bzw. mehr Sicherheit gesorgt, denn dieser ist mit Urethan Material verstärkt und dämpft Schläge so deutlich besser ab. Ziel dabei ist es Verletzungen im Zehenbereich vorzubeugen. Diese zusätzliche Dämpfung ist auch tatsächlich deutlich spürbar. Tritt man beispielsweise gegen eine Wurzel auf dem Trail wird der stoß deutlich weniger stark empfunden als ohne Zehenverstärkung am Schuh.

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Nicht nur Funktional, sondern vor allem auch verdammt schick: der Adidas Five Ten Freerider Pro Primeblus aus Parley Ocean Plastik.

Unser Fazit zum Adidas Five Ten Freerider Pro Primeblue

Der Freerider Pro Primeblue steht dem normalen Freerider Pro in nichts nach und liefert eine absolut einwandfreie Performance auf Flatpedals. Die Mischung aus hervorragendem Grip und einem komfortablen Tragegefühl lassen dich auch an langen Tagen im Sattel noch kraftvoll in die Pedale treten. Der nachhaltige Aspekt ist zudem begrüßenswert, daher können wir dir nur wärmstens zu einem Kauf des neuen Modells raten.

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