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Spotcheck: Serfaus-Fiss-Ladis

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Bikeparks gibt es mittlerweile wie Sand am Meer und extrem viele Alpenregionen bieten die unterschiedlichsten Angebote für Mountainbiker an. So auch die Ferienregion Serfaus, Fiss, Ladis, die nicht nur über einen super großen Bikepark verfügt, sondern auch zahlreiche Trails in den Bergen zu bieten hat. Wir haben mehrere Tage in Serfaus-Fiss-Ladis verbracht und schildern euch hier unsere Eindrücke der Bikeregion.

Allgemein
Seit etlichen Jahren hat sich die Region Serfaus, Fiss, Ladis im Bezug auf Mountainbiker einen Namen gemacht. Etliche Events & Rennen haben die Szene immer wieder auf den eigentlichen Wintersportort schauen lassen, so dass dieser mittlerweile auch im Sommer unglaublich viel zu bieten hat. Neben verschiedenen Bike Angeboten an der Talstation, locken vor allem die verschiedenen Strecken des Bikeparks und der umliegenden Trails immer mehr Fahrer an.

Anreise & Parken
Serfaus-Fiss-Ladis liegt etwa eine Stunde süd-westlich von Innsbruck entfernt und über verschiedene Autobahnen ist die Region aus allen deutschen Einzugsgebieten gut zu erreichen. Von München aus sind es beispielsweise ca. 185 km bis zum Bikepark. ähnlich weit ist es von Memmingen.

Die letzten 15 km der Strecke fahrt ihr über Serpentinen den Berg hinauf und landet dann automatisch im Ort Fiss. Dort folgt ihr der Hauptstraße immer weiter, bis ihr schon den Bikepark erblickt. Parkplätze sind ausreichend und kostenlos vorhanden.

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Wo hier die Aussteller der Eurobike Media Days ihre neusten Bikes präsentieren, wird im Normalbetrieb geparkt.


Events
Das wohl bekannteste Event im Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis sind die „Kona Rookie Games“. Eine Woche lang dreht sich im Bikepark alles um den Nachwuchs der Szene. Neben Pumptrack Rennen, Fun Sessions und Familien Challenges, werden vor allem die Sieger des „Specialized Rookies Cup“ sowie der „iXS International Rookies Championships“ ermittelt.

Bikepark Strecken
Fangen wir behutsam an: am Fuße der Talstation gibt es bereits ein großes Angebot an Strecken und Trainingsmöglichkeiten. Neben einem Kids Park steht auch eine Trainings Area bereit, um die ersten Versuche auf dem Mountainbike zu machen. Zudem ist ein super Pumptrack vorhanden, der mit einem kleinen aber feinen Slopestyle Bereich abgerundet wird. Zusätzlich gibt es auch noch einen Airbag, an dem man gefahrlos neue Tricks ausprobieren kann.

Fährt man nun mit der Gondel den Berg hinauf, eröffnen sich einem zahlreiche Strecken die unterschiedlicher nicht sein könnten. Alle starten direkt an der Bergstation der Gondel, so dass man nicht erst noch zur Strecke pedalieren muss. Die Schwierigkeitsgrade der Strecken gliedern sich in drei verschiedene Farben, so dass leichte Strecken blau, mittlere Strecken rot und schwere Srecken schwarz gekennzeichnet sind. Insgesamt stehen im Bikepark acht verschiedene Strecken zur Auswahl!

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Überall laden kleine Sprünge dazu ein das Bike in die Luft zu bewegen.


Blaue (einfache) Strecken:
Milky Way: Diese Strecke eignet sich vor allem für Familien und Anfänger. Sie zeichnet sich aus durch mäßige Steilheit, flache Anlieger und kleine Sprünge aus. Auf 3 km Streckenlänge bleibt zudem genug Zeit sich an den Untergrund zu gewöhnen.

Vuelta: Die „Vuelta“ Strecke ist nur ein kleiner Abzweig der „Milky Way“ Strecke, bietet dort aber einige Hindernisse um sich besser auf den nächsten Schritt, die roten Strecken vorzubereiten.

Morning Glory: Ähnlich wie die zwei vorherigen Strecken ist auch diese eher für Anfänger gedacht, jedoch befinden sich hier auch schon einige Holzkonstruktionen um das Level zu steigern.

Rote (mittlere) Strecken:
Strada del Sol: Wer auf Airtime steht, wird diese Strecke lieben. Auf knapp 3 km Länge warten hier mehr als 40 verschiedene Sprünge auf dich und du kannst dich alle paar Meter in die Luft katapultieren. Diesen Trail sind wir in der Tat sehr oft gefahren, weil er einfach nicht langweilig wird. Sprünge wechseln sich mit Anliegerkurven ab und man findet immer wieder neue Stellen, an denen man abziehen kann. Vor allem im Train mit Freunden macht diese Strecke super viel Spaß und läd dazu ein den ein oder anderen Style-Trick in der Luft auszupacken. Alle Sprünge sind super sicher gebaut und fast alle sind als Tables völlig ungefährlich - springt man zu kurz, landet man eben oben auf dem Table. So ermöglicht die „Strada del Sol“ auch Sprung-Einsteigern die Möglichkeit sich immer weiter zu steigern.
Wir können diese Strecke definitiv nur empfehlen, denn wer Spaß sucht, wird ihn hier finden!

Freeride Trail: Wer es noch etwas heftiger mag, der biegt von der „Strada del Sol“ ab auf den „Freeride Trail“ denn hier warten große Holzkonstruktionen und verschiedene Sprünge. Hier kommen also auch fortgeschrittene Biker voll auf ihre kosten. Auch wir sind hier gefahren, empfehlen euch aber das ein oder andere Obstacle vorher ruhig in Augenschein zu nehmen, bevor ihr es in Angriff nehmt.

Supernatural: Dieser Trail hat uns fast am meisten Spaß gemacht, denn getreu seines Namens, ist er weitestgehend naturbelassen. Wurzelpassagen, Anlieger und Bodenwellen wechseln sich stetig ab und mit entsprechender Geschwindigkeit erreicht man hier unglaublich viel Flow. Der „Supernatural“ Trail mit rund 600 Metern Länge ist eine absolute Abwechslung zu den anderen Brechsand-Strecken wie der „Strada del Sol“ beispielsweise.

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Das wohl am häufigsten fotografierte Obstacle im Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis: der Haus-Drop


Schwarze (schwere) Strecken:
Hill Bill: Der „Hill Bill“ Trail ist auf zwei Kilometern Länge gespickt mit anspruchsvollen Passagen. Wurzelteppiche, Drops und eingebaute Sprünge fordern hier ein hohes Maß an Fahrkönnen und Mumm in den Knochen. Damit sich dieser Trail flowig und sicher anfühlt, haben wir einige Runs gebraucht. Weiß man aber einmal welche Hindernisse einen erwarten, kann man es hier richtig krachen lassen.
Vor allem bei Feuchtigkeit wird dieser Trail zum Nervenkitzel. Ist der Trail allerdings zu nass, wird er vom Bikepark gesperrt.

Downhill: Bedarf es hier noch vieler Worte? Die Downhillstrecke hat es auf 1,5 Km wirklich in sich und fordert seinen Fahrern einiges ab. Naturbelassene Passagen wechseln sich mit Off-Camber Passagen und großen Sprüngen ab und dabei geht es durchweg relativ steil bergab.


Insgesamt bietet der Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis jede Menge Strecken und Optionen, so dass auch wir nach zwei Tagen noch keinerlei Gefühl von Langeweile hatten. Die Strecken sind abwechslungsreich, haben alle einen völlig unterschiedlichen Charakter und eignen sich für jegliche Rider, vom Anfänger bis zum Profi. Besonders gut fanden wir, dass man sich selbst immer weiterentwickeln kann, da die Strecken vom Schwierigkeitsgrad aufeinander aufbauen. Wer zum Beispiel auf der „Strada del Sol“ anfangs nur die kleinen Tables gesprungen ist, wird sich relativ schnell auch an die großen herantrauen. Das Streckenbau-Team hat hier einen wirklich guten Job gemacht und wir kommen definitiv wieder!

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Egal wo du dich im Bikepark befindest, eine geile Aussicht ist dir garantiert und mit der Waldbahn bist du super schnell wieder oben am Ausgangspunkt der Strecken.


Trails in Serfaus-Fiss-Ladis
Auch abseits vom Bikepark hat Serfaus-Fiss-Ladis jede Menge Trails zu bieten. Am dritten Tag unserer Reise haben wir uns einen Guide geschnappt und haben die Bikepark Strecken hinter uns gelassen um die teilweise komplett neuen Trails in den Bergen in Angriff zu nehmen.
Zunächst sind wir von der Talstation des Bikeparks wenige Minuten zur Schönjoch Bahn gefahren um mit selbiger entspannt auf den Gipfel „Fisser Joch“ zu fahren. Oben angekommen ging es als erstes auf den sogenannten Flüstertrail, der mit rund zwei Kilometern Länge auf uns wartete. Der Trail ist grundsätzlich eher naturbelassen und wartet mit steilen Passagen und losen Steinen auf seine Bezwinger. Insgesamt würden wir den Trail aber, wie es auch im Internet markiert ist, als „roten“, sprich mittelschweren Trail einstufen. Bei der Fahrt muss man sich aber dennoch konzentrieren, denn das beeindruckende Bergpanorama lädt einen dazu ein sich ablenken zu lassen. Letztendlich spuckt einen der Trail im „Heustadel Dorf“ aus, wo man in den Hängematten auch gut und gerne eine Pause machen kann.

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Der Grip auf dem Flüstertrail war, im Gegensatz zur Aussicht an diesem Tag, wirklich optimal.


Weiter geht es dann auf den Zirben Trail, der seinen Namen von dem gleichnamigen Baum bekommen hat. Der Trail führt einen in unzähligen Kurven durch einen Zirbenwald nach dem nächsten und zaubert einem ein Grinsen ins Gesicht. Nicht nur weil die Optik des Trails im Zirbenwald wunderschön ist, sondern weil der Trail einer Art Downhill Pumptrack gleicht, auf dem man einen richtig hohen Grundspeed fahren kann und der FLow einen talwärts trägt. Unten angekommen landet man automatisch an der Schöngampalm, wo man mit der Almbahn wieder bergauf transportiert wird. Vom „Zwölferkopf“ fährt man über eine Schotterpassage zurück zum „Fisser Joch“, wo dann auch schon der nächste Trail auf einen wartet.

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Holy Bike! Am Gipfelkreuz beginnt der Frommes Trail, der, wie alle anderen Trails auch, perfekt ausgeschildert ist.


Der „Frommes Trail“ ist mit 7 km Länge definitiv der längste seiner Art in Serfaus-Fiss-Ladis und bietet neben einem wirklich großartigen Panorama auch Fahrspaß für jeden Fahrstil. Die ersten, der rund 1000 Höhenmeter, werden in eher alpinem Gelände zurückgelegt und bringen eine Menge Flow mit sich. Man kann es hier schön laufen lassen und baut eine gute Geschwindigkeit auf. Angekommen am Speichersee für die Schneekanonen muss man nochmal kurz in die Pedale treten, bevor es dann ausschließlich bergab geht. Naturbelassene Passagen wechseln sich ab mit gebauten Anliegern und Wellen, so dass es in auf keinen Fall langweilig wird. Ab der Frommeshütte folgt der schwierigste Streckenpart, der bis zum Schwierigkeitsgrad S3 reicht. Wem das zu viel des Guten ist, kann diese Stellen auch umfahren. Hat man die 7 km Trail hinter sich gelassen, wird man über einen Forstweg wieder zurück nach Fiss geleitet.

Von dort haben wir uns auf nach Serfaus gemacht um dort mit der Kompordell bzw. Lazidbahn auf den Gipfel des Lazid zu fahren, denn hier wartete noch der Scheidtrail auf uns. Leider war es an dem Tag so matschig, dass dieser quasi nicht zu befahren war und wir mehr geschoben haben, als wirklich Fahrgenuss aufkommen konnte. So entschieden wir auch den anschließenden Kompordell Trail auszulassen, da die Bedingungen dort ähnlich waren. Beide Trails sind aber als einfache Strecken klassifiziert und eigenen sich so auch für Anfänger. Von dem was wir von den Trails gesehen haben können wir das auch bestätigen.
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Der Frommestrail liefert nicht nur Kurven und kleine Sprünge ohne Ende, sondern auch ein verdammt schönes Panorama.


Wenn ihr in Serfaus-Fiss-Ladis seid und gerne Enduro fahrt, solltet ihr euch das Trailangebot abseits der Bikepark Strecken keinesfalls entgehen lassen. Wir hatten richtig Spaß auf den Trails und man kommt definitiv auf seine Kosten. Die Infrastruktur der Bergbahnen ist zudem so gut, dass man kaum bergauf fahren muss, um zu den jeweiligen Bergbahnen zu kommen. Alle Trails lassen sich also problemlos via Bergbahn erreichen.

Kosten
Ein Tagesticket für den Bikepark kostet für Erwachsene 37,50 Euro. Jugendliche und Kinder fahren vergünstigt. Wenn ihr neben dem Bikepark auch die umliegenden Trails mit den verschiedenen Bergbahnen erreichen möchtet, wird ein Zusatzticket notwendig, welches als Tagesticket für Erwachsene mit 18 Euro zu Buche schlägt.

Natürlich sind auch Mehrtages-Karten zu bekommen. Detaillierte Preisinformationen findet ihr hier: https://www.bike-sfl.at/de/bikepark/tickets/normalpreise

Wer über eine Gravity Card verfügt, der fährt im Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis kostenlos, da der Bikepark teil des verschiedenen Destinationen ist, für die die Gravity Card greift.

Tip: Viele Hotels kooperieren im Sommer mit den Bergbahnen, so dass im Übernachtungspreis bereits Bergbahntickets enthalten sind. Diese gelten jedoch nur für Wanderer, so dass man als Biker noch eine spezielle „Bike Transport Karte“ kaufen muss. Entsprechende Informationen finden sich hier: https://www.serfaus-fiss-ladis.at/de/sommer/betriebszeiten-preise/preise-biketransport

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Bei diesem Bergsee verschlug es uns tatsächlich den Atem - einfach nur wunderschön! Gelegen ist er westlich der Schöngampalm. Bei Google Maps findet ihr den See wenn ihr nach dem "Urgbach" sucht.


Übernachten
In allen drei Dörfern gibt es verschiedenste Hotels und Pensionen, die sich auf Mountainbiker spezialisiert haben. Abschließbare Fahrradkeller, Waschmöglichkeiten und Wäsche-Services gehören in diesen Unterkünften zum Standard. Der Bikepark Lift liegt im Ort Fiss, daher bietet es sich an auch dort eine Unterkunft zu buchen, damit man direkt mit dem Bike zum Lift rollen kann.
Unterkünfte findet ihr hier:
https://www.serfaus-fiss-ladis.at/de/unterkuenfte/suchen-buchen

Alternativ kann man im 17 km entfernten Ort Ried im Oberinntal den Campingplatz „Camping Dreiländereck“ aufsuchen: https://www.tirolcamping.at

Der Bikepark Lift liegt im Ort Fiss, daher bietet es sich an auch dort eine Unterkunft zu buchen, damit man direkt mit dem Bike zum Lift rollen kann.

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Alle Bikepark Strecken enden an der Waldbahn und so schafft man an einem Tag locker so viele Abfahrten, bis einem die Arme brennen.


Bike Verleih, Kurse & Infos
In der Talstation der Bikepark Bergbahn befindet sich ein gut sortierter Bikeshop, in dem man sich auch entsprechende Bikes und Ausrüstung leihen kann. Zudem werden dort Fahrtechnikkurse und -camps angeboten.

Weitere Infos zum Bikepark & den umliegenden Trails findest du hier: https://www.bike-sfl.at/de

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