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Im Test: Sram G2 Scheibenbremse

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Mit der G2 brachte Sram den Nachfolger der Guide Serie auf den Markt und möchte mit einigen Änderungen und Verbesserungen auf dem Bremsen Sektor neue Maßstäbe setzen. Wir haben uns die Bremse ans Testrad geschraubt und sie auf Herz und Nieren getestet.

 

Allgemein
Mit der neuen G2 Scheibenbremse wollte Sram erneut einen echten Volltreffer landen. Die hydraulische Bremse ist der Nachfolger der Guide Serie, welche sich jedoch an dem Design der Code orientiert. Der erste Blick lässt auf eine stabile und zuverlässige Bremse hoffen. Der markante Look durch ein kantiges Design trifft in jedem Fall schon einmal unseren Geschmack. Genau wie die Guide ordnet sich die Bremse zwischen der Level für den lockeren Trail Einsatz und der Downhill Bremse Code ein. Laut Sram erhält die G2 knapp 7 % mehr Bremskraft als ihre Vorgänger und schließt somit zur Code auf. Der Fokus in der Entwicklung lag jedoch nicht nur auf der Kraftentwicklung der Bremse, sondern auch auf einer ausgeglichenen Gesamtperformance. Die Kombination aus Bremskraft, Dosierbarkeit und Hitzebeständigkeit sollte voll und ganz überzeugen.

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Viele Fahrer beschwerten sich bei der Guide zunehmend über ermüdende Unterarme, was nun bei der neuen G2 nicht mehr der Fall sein soll. Um dieses Ziel zu erreichen, baut Sram weiter auf das bewehrte Swinglink System und veränderte den Drehpunkt des Hebels minimal, um eine besser Kraftübersetzung zu erzeugen. Optisch sind der Hebel und der Bremssattel ein wenig kantiger geworden, uns gefällt das neue Design allerdings sehr.

Der MatchMaker kommt bei der G2 ebenfalls zum Einsatz. Durch diese Änderungsmöglichkeit der Befestigungsschelle erhältst Du weiterhin die Möglichkeit Dein Cockpit ein wenig aufzuräumen und die Bremse zusammen mit Schalthebel oder Sattelstützenhebel am Lenker zu befestigen. In der Topvariante G2 Ultimate kommt der Geber mit einem Carbon Hebel und abgedichteten Kugellagern, die RSC Version wird mit einem Aluminium Hebel bedient und hat herkömmliche Buchsen verbaut.

Bei dem Design des Bremssattels wurde die Öffnung für die Bremsbeläge zwar verkleinert, die Verbindungsschrauben der beiden Hälften jedoch vergrößert. Dadurch erhält der Sattel wesentlich mehr Steifigkeit, welches der Bremsperformance zu Gute kommen soll.

Eine große Neuerung ist auch der neu entwickelte Bremsbelag namens „Power“. Wie der Name schon vermuten lässt soll der organische Bremsbelag mächtig zubeißen. Die bisherigen Beläge sind jedoch nach wie vor erhältlich und auch mit der G2 kompatibel. Des weiteren wurde das Material der Bremsleitungen überarbeitet. Durch mehr Flexibilität der Schläuche soll es bei der Montage zu weniger Problemen kommen.

Erhältlich sind ausschließlich die beiden top Varianten RSC und Ultimate, weitere Abstufungen der Bremse soll es nicht geben.

 

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Technische Spezifikationen

Modelle:

  • Sram G2 Ultimate
  • Sram G2 RSC

Bremsflüssigkeit:

  • Dot 5.1

Hebel:

  • Carbon (Ultimate)
  • Aluminium (RSC)

Bremssattel:

  • 4 Kolben

Bremsscheibe:

  • Centerline (160 mm, 180 mm und 200 mm)

Farben:

  • Schwarz und Lunar Grey


Gewicht:

  • 242 g / 850 mm Leitungslänge (Ultimate)
  • 255 g / 850 mm Leitungslänge (RSC)

 

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Testbericht
Erste Pluspunkte sammelt die neue G2 schon bei der ersten Ausfahrt. Durch die vielseitigen Einstellungsmöglichkeiten der Griffweite und des Contactpoints konnten wir die Bremse in nur kürzester Zeit individuell auf uns einstellen. Der Hebel liegt trotzder leichten Veränderungen im Design gewohnt angenehm in der Hand.

Im Wald angekommen machte sich die feine Dosierbarkeit bereits auf den ersten Trails bemerkbar. Schon beim lockeren Einrollen ist ein deutlicher Unterschied zur Guide bemerkbar, denn der Druckpunkt wirkt wesentlich präziser und knackiger.

Bei einer Vollbremsung bestätigt sich der erste Eindruck. Der neue „Power“ Belag und der steifer konzipierte Bremssattel leisten volle Arbeit. In Sachen Bremskraft überbietet die G2 seinen Vorgänger alle Male, ob sie allerdings wirklich an die Code herankommt bezweifeln wir jedoch. Wir denken die geballte Bremspower der DH Bremse von Sram ist weiterhin das Maß der Dinge in Sachen Bremskraft. Doch auch wenn die neue Bremse nicht die selbe Kraft der Code besitzt, packen die Power Beläge kräftig zu und begeistern.

Bei längeren Abfahrten erledigt die Sram G2 weiterhin einen stabilen Job. Keinerlei Ermüdungserscheinungen oder Fading machen sich bemerkbar. Hierzu sei gesagt, die Scheibenbremse wurde von uns bisher nicht in den Alpen getestet und auf 20-minütigen Abfahrten bis ans Limit geführt. Auf heimischen Trails, Enduro Runden und DH Tracks macht sie aber eine zuverlässige Figur. Die Sram G2 hält auch nach längerer Zeit was Ihre Entwickler versprechen. Wir sind gespannt auf kommende Alpentrips und sind uns sicher, dass die G2 auch langfristig einen guten Job machen wird.

 

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Fazit
Mit der G2 hat Sram einen mehr als würdevollen Nachfolger der Guide auf den Markt gebracht. In Sachen Dosierbarkeit und Bremspower hat sie dank Überarbeitung des Designs und den neuen Bremsbelägen einiges dazu gewonnen. Wir sind der Meinung, dass die G2 eine erstklassige Enduro Bremse ist. Mit ähnlicher Kraft der Code und weniger Gewicht ist die neue G2 eine potente 4-Kolben Enduro Bremse

Ob sich die extra Euros für die Ultimate Version lohnen musst Du selbst für Dich entscheiden. Gewichtsfetischisten werden wohl nicht um den Carbon Hebel herumkommen. Wir waren mit der Performance der RSC Variante allerdings mehr als zufrieden und können die preiswertere Version mit bestem Gewissen empfehlen.

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