Die richtige Sitzposition: mit dem perfekten Fahrradsattel zu mehr Fahrspaß

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Wer sich mit dem Thema Ergonomie beim Fahrradfahren auseinandersetzt, der kommt zweifelsohne an einem Hersteller nicht vorbei: SQlab. Das Unternehmen aus Taufkirchen hat sich auf die drei Kontaktstellen zwischen Mensch und Fahrrad spezialisiert und liefert ergonomische Produkte für die Hände, Füße und vor allem auch das Gesäß. Wir haben uns mit SQlab unterhalten und zeigen dir in diesem Beitrag, wie du zum optimal passenden Sattel findest und warum du dadurch mehr Fahrspaß haben wirst.

Der Fahrradsattel muss nicht nur perfekt zur Anatomie von Mann und Frau passen und bequem sein, sondern vor allem das Körpergewicht auch nach medizinischen Gesichtspunkten verteilen. Der Fahrradgriff muss taube Finger vermeiden, einfach zu montieren sein und gut und sicher in der Hand liegen. SQlab ist vor allem dank seiner Fahrradsättel und dessen Konzept zur Bestimmung der optimalen Sitzposition zu einem der erfolgreichsten Sattelhersteller in Tests der Fachmagazine geworden.

Eine Firma wie SQlab ist nie so richtig am Ziel, denn kaum ist ein Produkt fertig entwickelt und in der Produktion, ist die nächste Idee an der Reihe. Allerdings kann SQlab mittlerweile für jeden Radler und jede Radlerin und für nahezu jedes Problem eine passende Lösung anbieten. Inzwischen geht es dabei aber um weit mehr als nur um Komfort oder taube Finger. Die richtige Ergonomie ist eine der Grundvoraussetzungen um Rennen zu gewinnen und um die Folgen von starker Belastung besser weg zu stecken. Wer zum Beispiel Fabio Wibmers Treppensprünge kennt, kann sich vorstellen wie wichtig die Haltbarkeit, aber auch die Ergonomie und die Dämpfungseigenschaften z. B. eines Lenkers sind. Mittlerweile hat SQlab ein Vollsortiment der Ergonomie für alle Kontaktstellen zum Fahrrad (Hand, Becken, Fuß) und vor allem für jeden Einsatzbereich – ob Cityrad, Trekking, E-Bike, MTB, Downhill, Gravel, Rennrad und alles was es sonst noch so gibt. 

Um noch etwas weiter in die Thematik einzusteigen, haben wir uns mit Sarah Seckler von SQlab unterhalten:

Hallo Sarah, wann und wie ist der Startschuss für das heutige Unternehmen SQlab gefallen?

2002 ist der Startschuss mit der Erfindung der Sitzknochenvermessung gefallen. Als erster Sattelhersteller entwickelte SQlab ein System zur Vermessung der Sitzknochen und Bestimmung der optimalen Sattelbreite in Abhängigkeit zur Sitzposition. Diese Idee hat sich in den anschließenden Jahren weltweit durchgesetzt und so ist es heute kaum noch vorstellbar, einen Sattel ohne Sitzknochenvermessung zu kaufen.

War das Thema Ergonomie bei SQlab schon von Anfang an besonders wichtig, oder hat sich das erst im Laufe der Zeit so ergeben?

Ergonomie war von Anfang an der wichtigste Bestandteil der Produktentwicklung und ist es bis heute geblieben. Die Zusammenarbeit mit Ärzten und Wissenschaftlern steht bei der Produktentwicklung bei uns absolut im Vordergrund.

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Die Vermessung der Gesäßknochen ist der Schlüssel zum optimalen Sattel. Was hier kompliziert aussieht, kann mit einfachen Mitteln auch zu Hause erfolgen. Ein kostenloses Set zum Vermessen bekommst du kostenlos bei SQlab.

Das Thema Ergonomie im Radsport hat in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen, dennoch gibt es nach wie vor viele Radfahrer, die diesem Aspekt nur wenig Aufmerksamkeit schenken. Denkst du, es liegt daran, dass die Leute einfach nicht wissen welche Probleme sie mit dem falschen Sattel hervorrufen können, beziehungsweise was sie an besserer Funktionalität verpassen?

Oftmals ist es tatsächlich Unwissenheit. Es wird einfach davon ausgegangen, dass es normal ist, dass man beim Fahrradfahren einschlafende Hände oder Füße hat, bis hin zum einschlafenden Glied beim Mann oder starken Druckstellen auf den Schambeinbereich der Frau. 

Schmerzen, Taubheitsgefühle und Probleme können mit einem ergonomischen Produkt definitiv vermieden werden und niemand ist gezwungen sich mit diesen Problemen zu quälen. Wichtig ist immer, dass man das Fahrrad und den Körper ganzheitlich zur Problemlösung betrachtet und sich bestmöglich vermessen lässt und das Rad entsprechend einstellt. Nur ein Sattel, Griff, Lenker und Co, die perfekt zur Anatomie der jeweiligen Person passen, können Probleme vermeiden. Ein Sattel der nicht passt, drückt dort, wo er auf keinen Fall drücken sollte. 

Vergleichbar wie ein Paar Schuhe. Hat man Schuhgröße 40 und trägt Schuhe in Größe 37, wird man starke Schmerzen haben. Genauso ist es bei einem Sattel auch. Gerade wenn ein Sattel zu schmal ist, können Nervenbahnen strapaziert oder sogar eingezwickt werden. Die Sitzknochenvermessung ist aus diesem Grund bei jedem Sattel (egal welcher Hersteller) das A und O. 

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Gut erkennbar: die Stufe im hinteren Bereich des SQlab Sattels sorgt dafür, dass der Dammbereich im Bereich der Sattelnase entlastet wird.

Euer Markenzeichen ist ganz klar der ergonomische Stufensattel. Was genau sind dessen Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Sätteln und bei welchen Problemen beim Radfahren kann er für Abhilfe sorgen?

SQlab Stufensättel gibt es für alle Einsatzbereiche – von Triathlon über Rennrad, für die verschiedensten Disziplinen des Mountainbikes, für das sportliche Trekking- und Reiserad sowie für den auf viel Komfort Wert legenden Trekking- und Cityrad-Fahrer*in. Die im Niveau tieferliegende Sattelnase entlastet die empfindlichen Stellen bei Mann und Frau gleichermaßen. Die Unterschiede in der Anatomie werden über die verschiedenen Breiten abgedeckt. 

Dauerhaft hoher Druck auf dem Dammbereich äußert sich weniger in Schmerzen als mehr in Taubheitsgefühlen. Dieses Alarmsignal sollte dennoch unbedingt beachtet werden, auch wenn "taub" zunächst bedeutet, dass nichts gespürt wird. Es ist somit auch kein direkter Schmerz, der uns sonst vor Gefahren für den Körper warnt.

Wird Druck auf den Sitzknochen gespürt, kann dies zwar zunächst – bis eine gewisse Gewöhnung auftritt – etwas unangenehm sein, es ist aber ein Zeichen dafür, dass es der richtige Sattel ist.

Der SQlab Stufensattel sorgt deshalb für eine optimale Druckverteilung, nach medizinischen Gesichtspunkten, auf den Sitzknochen und den Schambeinen beim Mann und der Frau gleichermaßen.

Wie findet man als normaler Radfahrer ohne spezielles Ergonomie-Hintergrundwissen zum perfekten Sattel? Gibt es Möglichkeiten den optimalen Sattel zu ermitteln oder geht es hier eher nach dem „Try & Error“ Prinzip?

Wie schon beschrieben, ist die Sitzknochenvermessung elementar für die richtige Sattelwahl. Dies kann man entweder beim Fachhändler machen lassen oder man bestellt sich bei BMO die SQlab-Messpappe für Sitzknochenvermessung. Mit der Messpappe vermisst man die Entfernung der beiden Sitzknochen. Dieser Abstand ist dann ein Indiz, wie breit dein zukünftiger Sattel sein muss. Mehr Infos dazu erhältst du auf der Seite von SQlab

Das „Try & Error“ Prinzip ist bei der Sattelwahl definitiv nicht zu empfehlen, denn dies kann sich als sehr teure Variante entpuppen. Will man also sicher sein, dass man auf den richtigen Sattel setzt, führt kein Weg an der Sitzknochenvermessung vorbei.

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Auch die Einstellung des Sattels ist besonders wichtig. Beim SQlab Stufensattel sollte die Sattelnase waagerecht eingestellt sein.

Selbst wenn der optimale Sattel gefunden wurde, kann anhand der Satteleinstellung immer noch einiges falsch gemacht werden. Was empfehlt ihr euren Kunden bei der Einstellung zu beachten?

Bei einem Stufensattel ist es immer wichtig, dass die Sattelnase waagerecht zum Boden eingestellt wird, damit die Sitzknochen vollflächig aufliegen und die Entlastung des Dammbereichs bei Frau und Mann gewährleistet wird. 

Welche Möglichkeiten gibt es noch von eurer Seite, wenn man das Thema Ergonomie auf das nächste Level bringen möchte?

Mit der Entwicklung unserer SQ-Shorts haben wir das Thema Ergonomie und Komfort noch weiterentwickelt und definitiv auf ein neues Level gebracht. Drei Hosen passen für jeden Einsatzbereich, aus wirklich richtig guten Materialien, wobei es hier in erster Linie um die Hosenpolster geht. Hier konnten wir ein paar Erkenntnisse umsetzen, die aus technischer Sicht bei Sätteln nicht möglich sind, denn beispielsweise die Aufnahme der Scherkräfte lässt sich nur über das Hosenpolster realisieren. Dort bringt es allerdings einen enormen Komfortgewinn, wie wir ihn in 16 Jahren der Sattel-Entwicklung noch nie erreicht haben. Nach vielen kleinen und großen Entwicklungsschritten können wir eine wirklich ausgereifte, sehr kleine, aber feine Produktpalette an extrem hochwertigen Radhosen vorstellen.

Wie bereits am Anfang geschrieben: Eine Firma wie SQlab ist nie richtig im Ziel, deswegen haben wir noch viele Ideen zur Weiterentwicklung der Ergonomie in unseren Köpfen und sind sehr gespannt auf die nächsten Jahre!

Vielen Dank für deine Worte, Sarah!

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SQlab ist seit Jahren führend im Bereich ergonomischer Sättel und sorgt so für mehr Komfort und Fahrspaß beim Fahrer!

Überblick: Wie finde ich zum perfekten und richtig eingestellten Fahrradsattel?

Zum Abschluss möchten wir dir die wichtigsten Punkte zur Auswahl und Einstellung deines neuen Fahrradsattels nochmal zusammenfassen:

  • Den perfekt zu dir passenden Sattel findest du nur mit Hilfe einer Vermessung deiner Gesäßknochen. Die entsprechende Messpappe erhältst du bei uns im Shop. Und eine Anleitung und weitere Infos findest du auf der Seite von SQlab.
  • Befolge die Anleitung und Informationen um deine Gesäßbreite auszumessen. Den Abstand misst du jeweils von der Mitte der Knochen in Zentimetern.
  • Entscheide dich für einen Sattel, der deinem Einsatzbereich entspricht. Das ist ebenfalls besonders wichtig, denn die Sättel haben unterschiedliche Eigenschaften, je nachdem wo sie eingesetzt werden.
  • Hast du dich für ein Modell entschieden, wählst du nun die passende Sattelbreite in Anlehnung an deine Gesäßbreite.
  • Die Einstellung deines neuen Sattels sollte möglichst waagerecht zum Boden sein, wenn das Rad auf ebenem Untergrund steht. Vor allem beim SQlab-Stufensattel ist dies besonders wichtig, da nur so die Entlastung im vorderen Sattelbereich ermöglicht wird.

 

Im Markenshop von SQlab findest du unsere Auswahl an hochwertigen Sqlab-Sätteln

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