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Tests

Im Test: Die Bikepacking-Taschen von Platzangst

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Nachdem Platzangst im vergangenen Jahr bereits eine komplette Gravel Bekleidungslinie auf den Markt gebracht hat, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Berliner auch eine Bikepacking-Taschen-Serie in ihr Portfolio aufnehmen. Wir haben uns die verschiedenen Taschen mal genau angeschaut. 

Allgemein

Das Thema Bikepacking ist in aller Munde und so verwundert es nicht, dass auch Platzangst neben der kompletten Bekleidungslinie für Dropbar-Fahrer nun auch in diesem Sektor mitmischt. Die Taschen-Linie umfasst insgesamt sieben verschiedene Taschen und bietet insgesamt mehr als ausreichend Stauraum für lange Touren im Sattel.

Für eine gewisse Variabilität sorgen die verschiedenen Größen der Taschen, denn die Front-Roll, also die Lenkertasche, sowie die Satteltasche sind jeweils in zwei verschiedenen Größen erhältlich. So lässt sich je nach Länge der Tour entscheiden, ob du mehr oder weniger Gepäck mitnehmen möchtest.

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Alle Taschen sind zudem natürlich aus wasserabweisendem Material gefertigt, so dass auch größere Regenschauer dem Tascheninhalt nichts anhaben können.  

Wie es sich für Bikepacking-Taschen gehört, lassen sich auch die Platzangst-Produkte natürlich werkzeuglos am Rahmen befestigen. Dazu stehen verschiedene Klettverschlüsse zur Verfügung, die in ausreichender Länge auch für alle Rahmenarten passen sollten.

Um optisch zu nahezu jedem Bikepacking-Rad zu passen, sind die Taschen optisch sehr dezent in schwarz gehalten, lediglich kleine Platzangst Logos in weiß befinden sich darauf. 

Preislich orientiert sich Platzangst mit seiner Taschenlinie eher im Einstiegssegment, denn keine der sieben Taschen ist teurer als 59,90 Euro.

Die Taschen im Überblick

Die Top Tube

Die kleine und leichte Top Tube lässt sich mit drei Klettverschlüssen, von denen zwei an der Unterseite der Tasche seitlich verschiebbar sind, am Oberrohr sowie dem Steuerrohr unterhalb des Vorbaus montieren. Durch die Fixierung an drei Punkten des Rahmens ist die Tasche sehr fest montiert und wackelt auch auf Trails keinen Millimeter. Das Platzangebot reicht mit zwei Litern Volumen vollständig aus um ein paar kleine Snacks, das Portemonnaie, eine Powerbank und das Handy darin zu verstauen. So hast du die wichtigen Gegenstände in direkter Griffweite und kann auch während der Fahrt gut darauf zugreifen. Der Reißverschluss ist leichtgängig, so dass die Benutzung auch einhändig kein Problem ist.

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Die Frame Bag

Die Frame Bag aus strapazierfähigem Nylon findet Platz im Inneren des Rahmendreiecks und wird dort mit fünf frei justierbaren Klettverschlüssen sicher am Rahmen befestigt. So entsteht eine stabile Tasche, die mit vier Litern Volumen ausreichend Stauraum für Kleidung, Werkzeuge oder andere Mitbringsel bietet. Auch auf schnellen und wurzeligen Trails bleibt die Tasche aufgrund der guten Befestigung an Ort und Stelle. Das Material ist zudem so fest, dass es sich nur wenig ausbeult, auch wenn die Tasche gut gefüllt ist.

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Der Front Roller

Die Platzangst Front Roller bietet mit acht Litern Volumen den meisten Stauraum der Taschenserie. Sie wird klassisch am Lenker befestigt und die seitlichen Enden werden zusammengerollt und mit Schnallen befestigt. So lässt sich der Inhalt gut komprimieren. Unser Testbike hatte einen relativ schmalen Lenker verbaut, so dass wir leichte Platzprobleme bekommen haben. Der Vorteil in dem Fall ist allerdings die flexible Form, beziehungsweise die Möglichkeit die Tasche einfach enger zu schnallen. Gut gefüllt ist der Platzangst Front Roller sehr formstabil und wackelt während der Fahrt nicht hin und her. Ein weiterer Vorteil sind die Gummizüge, mit denen sich zusätzliches Gepäck festzurren lässt.

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Die Mini Front Roll

Die Mini Front Roll ist der kleine Bruder der großen Front Roller. Sie bringt vier Liter Volumen mit und ist insgesamt nur 30cm breit. So passt sie auch in schmale Dropbar Lenker perfekt hinein. Das robuste Nylon Material ist in diesem Fall allerdings nicht ganz so formstabil wie die anderen Taschen, so dass sie, wenn sie nicht ganz gefüllt ist, etwas in sich zusammenfällt. Dies tut der Funktion aber keinen Abbruch. Der Reißverschluss ist auch hier schön leichtgängig und auch optisch macht die kleine Tasche einiges her.

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Die XL Saddle Bag

Die großvolumige Satteltasche liefert mit vier Litern Volumen ordentlich Stauraum. Seitlich befinden sich zwei Schnallen, die deinem Gepäck in Kombination mit dem klassischen Rollverschluss einen festen Halt geben. Die Tasche lässt sich zudem mit drei großen Schnallen an der Sattelstütze und am Sattel befestigen, so dass sie auch im Wiegetritt kaum hin und her wackelt. Insbesondere auf langen Touren kann dieses wippende Gefühl nervig werden, umso schöner, dass es bei dieser verhältnismäßig günstigen Tasche nicht zum Vorschein kommt. Wenn dir die vier Liter Volumen nicht ausreichen, kannst du auf der Oberseite der Tasche weiteres Gepäck unter den Gummizügen anbringen und bist so noch flexibler unterwegs. Natürlich ist auch diese Tasche aus einem wasserabweisenden Material gefertigt.

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Die Saddle Bag

Keine Lust auf eine riesen Satteltasche? Kein Problem, denn die Platzangst Saddle Bag ist im Grunde der kleine Bruder der großen Tasche. Mit nur zwei Litern Volumen passen dort kleine Werkzeuge, ein Ersatzschlauch und noch das ein oder andere kleine Teil hinein. Durch ihre kompakte und formstabile Bauweise hast du diese kleine Tasche schnell vergessen, denn sie sitzt sehr fest an der Sattelstütze beziehungsweise am Sattel. Für wenig Geld bekommst du hier eine optimale Tasche für die kleinen Utensilien auf deinem nächsten Abenteuer.

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Die Bottle Bag

Die Bottle Bag sorgt für deine zusätzliche Wasserversorgung. Mit den frei justierbaren Straps kannst du diese Tasche flexibel am Bike montieren, besonders gut passt sie allerdings an den Lenker. Als besondere Features verfügt die Bottle Bag zum einen über ein kleines Netzfach an der Außenseite und zum anderen über einen Gummizug. So lässt sich diese Tasche nicht nur für eine weitere Getränkeflasche verwenden, sondern eben auch für ein wenig Kleingeld, den ein oder anderen Riegel oder das Smartphone.

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Sind die Platzangst Bikepacking-Taschen wasserdicht?

Ein wichtiges Thema beim Bikepacking ist natürlich die Wasserdichtigkeit der Taschen, denn niemand möchte sein Gepäck nach der Tour triefend nass herausholen. Auf einer unserer Testfahrten regnete es ordentlich und auch wenn die Platzangst Taschen nicht als wasserdicht, sondern als wasserabweisend eingestuft sind, waren unsere Sachen auch nach einer Stunde im Regen immer noch trocken. Der Knackpunkt dabei ist weniger das Material an sich, an dem die Regentropfen wunderbar abperlen, sondern eher die Reißverschlüsse, die nicht 100%ig dicht sind. Beim späteren Abspritzen des Bikes mit dem Gartenschlauch, bei dem wir bewusst auf die Reißverschlüsse gehalten haben, war dann ein wenig Wasser in den Taschen vorzufinden. Für den “normalen” Gebrauch an nassen Tagen können wir die Platzangst Bikepacking Taschen aber ausnahmslos empfehlen.

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Fazit

Wenn Platzangst ein neues Produkt auf den Markt bringt, dann wurde im Vorfeld jede Menge Liebe ins Detail gesteckt. Die Taschen-Serie überzeugt mit einer guten Auswahl an verschiedenen Modellen, einer schicken Optik, einer optimalen Aufteilung für große und kleine Touren, einem robusten und ordentlich wasserabweisenden Material, sowie einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis. Wer gute Bikepacking-Taschen für einen fairen Kurs sucht, der wird bei Platzangst garantiert glücklich werden. 

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